Matcha, Tee und Zutat in Einem – Ein Gastartikel von Oliver Pawlonka von Machta-Life

Die Zubereitung von Matcha-Tee

Matcha-Tee ist ein traditionelles Kultgetränk aus Japan und seit einiger Zeit auf dem Vormarsch durch Europa und dem Rest der Welt. Geliebt von Stars, Köchen und Teekennern ist es heutzutage eines DER Trendgetränke. Doch was genau ist Matcha, wo genau kommt der Grüntee her, was ist daran so besonders, worauf ist zu achten und wie bereite ich ihn eigentlich zu? Fragen über Fragen die hier jetzt endgültig von meinem ersten Gastautor Oliver Pawlonka beantwortet werden. Oliver ist einer der beiden StartUp Gründer von Matcha-Life. Ich freue mich sehr über seinen fachmännischen Gastartikel in meinem Blog :mrgreen:

Erfahre jetzt alles über den Kult-Tee „Matcha“

Matcha - Die Geschichte und die Herkunft

1. Geschichte und Herkunft
Matcha hat eine unglaubliche Geschichte. Seinen Ursprung in China habend, konnte Matcha nur in Japan überleben. Reisende Mönche und sogar Dschinghis Khan höchstpersönlich war daran beteiligt.

Matcha - Die Wirkung

2. Die Wirkung
Matcha ist das Superfood unter den Superfoods mit bis zu 137 Mal mehr EGCG wie normaler Tee, mehr als 6 Mal so viel Antioxidantien wie Goji Beeren und mehr Koffein als eine Tasse Espresso. Seit antiker Zeit ist er als Heilmittel bekannt, was heute durch zahlreiche Studien bestätigt ist.

Matcha - Die Zubereitung und Variationen

3. Zubereitung und Variationen
Vielseitigkeit lautet bei Matcha das Stichwort. Der Geschmack passt zu den verrücktesten Gerichten und deiner Kreativität sollten keine Grenzen gesetzt werden. Genießen beim Trinken, Kochen, Backen oder Essen. Alles ist erlaubt!

Die Geschichte und die Herkunft von Matcha

Die Geschichte und die Herkunft von MatchaWir schreiben das Jahr 960. Im China der alten Song-Dynastie, erfreuen sich Adlige sowie Teemeister an einer gänzlich neuen Art von edlem Tee. Die grünen Blätter werden getrocknet, im Mörser zu feinem Pulver zerrieben und mit einem speziellen Bambusbesen (dem sog. Chasen) angerührt. Der Geruch, die leuchtende grüne Farbe und der Geschmack des Matcha, hatten nichts mehr mit dem alten Tee der Vorzeit und der einer breiigen Paste aus Tee, Zwiebeln und Reis zu tun. Tee wurde in dieser Zeit zum Genuss und zur Selbstverwirklichung.

Die große Begeisterung für den Tee, weckte das Interesse der umherwandernden japanischen Mönche, die in dem grünen Pulver das große Potenzial erkannten. Der Tee schmeckte nicht nur sehr lecker, er sorgte gleichzeitig für eine große Menge an Energie. Energie für die langen Meditationen der Mönche. Fasziniert und ehrfürchtig dem neuen Tee gegenüber, nahmen sie die Samen für den Tee an sich, kehrten China den Rücken zu und machten sich auf den Weg nach Japan, wo Sie Tempelbrüdern die neue Errungenschaft präsentierten.

Im Jahr 1191 spross die erste Teepflanze Japans in Uji, einer idyllischen Provinz bei Kyoto ans Licht der Welt. In den nächsten, beinahe tausend Jahren, wurden dort Anbau, Verarbeitung und Zubereitung des Tees perfektioniert. Wichtige Schattenphasen wurden eingeführt, das zermahlen geschah mittels schonender Stein- oder Granitmühlen und die optimale Wassertemperatur wurde erprobt. Es gründeten sich ganze Teeschulen, die die Zubereitung von Matcha Tee mit Leidenschaft perfektionierten.

Was passierte aber in China? Wieso kommt echter Matcha heutzutage nur aus Japan? Der Grund dafür liegt im Einfall der mongolischen Stämme im 13 Jahrhundert. Unter der Führung von Dschinghis Khan wurde China erobert, verwüstet und eingenommen. Die eher pragmatische Kultur der Mongolen sah keinen nutzen in der aufwendigen Zubereitung des Pulvertees. Der Einfachheit halber wurden fortan ganze Teeblätter einfach mit heißem Wasser aufgebrüht.

Später erholten sich die Chinesen zwar wieder von dem Einmarsch der Mongolen, aber das Streben nach der Schönheit der alten Teezubereitung war weiterhin vergessen. Zu dieser Zeit kamen auch die ersten reisenden Händler aus Europa und entdeckten dort den Tee für sich. Die traditionelle und edle Zubereitung des Pulvertees wurde aber nur noch im stark abgeschotteten Nachbarland Japan gelebt.

Erst in den letzten Jahren wurde der Rest der Welt auf die Teekultur der Japaner aufmerksam. Wie eine Welle schwappt der Matcha Trend durch Amerika und Europa. Auch weiterhin ist der Ursprungsort des besten Matchas, dass japanische Uji bei Kyoto. Auch die Tempelhäuser in Japan bleiben sich treu und beziehen ausschließlich ihren Tee aus dieser Region, der Region des besten Grünen Tees der Welt.

Kurz und Knapp:

Matcha hat seinen Urspung in China. Wurde von japanischen Mönchen importiert und verbessert. In China wurde die Tradition und die Kenntnis aufgrund von mongolischen Übergriffen abgelegt. Durch regeren Handel in der Welt, kam Matcha ans Tageslicht und begeisterte den Rest der Welt.

Die Wirkung von Matcha

Die Wirkung von MatchaWas ist an EGCG so besonders? EGCG hat ein breites Spektrum an Wirkungen. Es stärkt zunächst das Immunsystem und schützt vor potenziellen Grippevieren und Co. Es kurbelt den Stoffwechsel an und somit werden mehr Kalorien verbrannt. Matcha eignet sich also ideal als Ergänzung zu einer Diät oder Ernährungsumstellung.

Das EGCG ist ein Antioxidant und bindet freie Radikale. Dadurch wird der Alterungsprozess verlangsamt, die Haut bleibt länger glatt und straff. Cholesterin Werte werden verringert, Alzheimer und Parkinson vorgebeugt und sogar der Wachstum und die Bildung von Tumore, kann etwas gestoppt werden. Zusätzlich werden Prozesse verlangsamt, welche das Stresshormon Cortisol bilden. Wir werden ruhiger und ausgeglichener.

Eine weitere Besonderheit bei Matcha ist das Koffein. Zwar ist es das selbe Koffein wie auch beim Kaffee, jedoch gibt es den Zusatz der Aminosäure L-Theanin. Diese wirkt wechselseitig mit dem Koffein im Matcha. So verläuft die Verwertung im Körper schonender. Man ist länger wach und konzentriert, aber nicht zu stark aufgedreht oder nervös. Gleichzeitig verhindert diese Kombination die Möglichkeit der Abhängigkeit nach Koffein.

Ich fasse mal kurz zusammen:

Matcha enthält eine 137 mal höhere Konzentration von EGCG als in ein normaler Grüner Tee. Stärkt das Immunsystem und kurbelt zeitgleich den Stoffwechsel an. Verlangsamt den Alterungsprozess, bindet freie Radikale und kann Alzheimer sowie Parkinson vorbeugen. Senkt Stress, entspannt und sorgt gleichzeitig für eine hohe Konzentration.

Zubereitung und Variationen

Die Zubereitung von Matcha-Tee

Backen mit Matcha

Matcha als Tee

Der Tradition nach wird Matcha als Tee getrunken. Dabei unterscheidet man in Japan zwischen einem alltäglichen Tee, dem Usucha (薄茶), und einem besonders intensiven und eigentlich eher rituellen Tee, dem Koicha (濃茶). Während der Usucha den täglichen Kaffee ersetzen kann, ist der Koicha so dickflüssig, dass man in Japan von „Koicha essen“ spricht.

  • Usucha
    • Für den Usucha nimmst du 1 – 2g Matcha Pulver und vermengst es in einer Schale oder Tasse mit etwa 100ml 60 – 80 Grad heißes Wasser.
    • Danach schäumst du den Matcha entweder mit einem Bambusbesen oder einem Milchaufschäumer auf, bis sich das Teepulver vollkommen gelöst hat und ein dichter-feiner Schaum den Tee krönt.
  • Koicha
    • Wenn du einmal einen Koicha probieren möchtest, stell unbedingt sicher, dass du einen hochwertigen Matcha verwendest, der Tee wird sonst ungenießbar.
    • Nimm 4g Matcha Pulver und vermeng es in einer Schale oder Tasse mit 30 – 50ml 60 – 80 Grad heißem Wasser. Schäum den Tee mit einem Bambusbesen oder Milchaufschäumer auf.

Kleiner Tipp: In Japan ist es üblich zu einem Koicha einen süßen Snack zu essen.

Backen mit Matcha

Matcha eignet sich aufgrund seines einzigartigen Geschmacks, seiner gesunden Inhaltsstoffe und seiner praktischen Pulverform perfekt als Zutat zum backen. Als Beispiel habe ich hier ein Rezept für vegane Matcha Pralinen für dich.

  • Zutaten für ca. 20 Matcha Pralinen:
    • 4g Matchapulver
    • 60g gemahlene Mandeln
    • 60ml Kokosmilch
    • 3 Tafeln vegane Schokolade(weiß)
    • 200g veganes Biskuit
  • Zubereitung:
    • Nimm das vegane Biskuit und zerbrösel es klein. Nun mischst du 3g Matcha Pulver, die Kokosmilch und die gemahlenen Mandeln darunter.
    • Wenn es noch keine einheitliche Masse ergibt, füge noch weitere Kokosmilch hinzu. Sobald das ganze Teig ähnlich wird, formst du Kirsch große Kugeln daraus.
    • Beginn nun damit die Schokolade in einem Wasserbad zu schmelzen. Wenn du flüssige weiße Schokolade bekommen hast, misch du den restlichen Matcha unter.
    • Tunk anschließend deine Teigkugeln kurz in die Schokolade und überzieh sie so fein damit. Fertig sind deine Matcha Pralinen.

Es steht dir nun frei sie mit flüssiger Schokolade oder ähnlichem zu verzieren.

Smoothies und grüne Smoothies mit Matcha

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Matcha ist eine tolle Zutat für Smoothies. Nicht nur, dass der einzigartige Teegeschmack einem Smoothie eine ganz besonders außergewöhnliche Note verleit, auch das Vitamin C im Obst und im Gemüse macht, in einer Wechselwirkung, die Inhaltsstoffe im Matcha um bis zu 12 mal effektiver. Der Grüntee fühlt sich im Smoothie also richtig wohl. Verwende ihn in deinem grünen Smoothie, um die grüne Vitalstoffbombe noch grüner zu machen. Björn hat dafür ja auch schon einige gute Rezept für grüne Smoothies mit Matcha in seinem Blog 🙂

Wissenswertes über Oliver Pawlonka

Oliver Pawlonka von Matcha-LifeOliver hat während seines Studiums, zusammen mit seinem Kommilitonen Niklas, ein kleines StartUp gegründet. Die Idee kam den Beiden während der Prüfungszeit, als ihr Matchakonsum stieg und die kleinen Packungen sehr schnell aufgebraucht waren. Sie fragten sich, ob man guten Matcha auch günstiger kaufen kann. Das ging, sie waren aber mit der erhältlichen Qualität nicht zufrieden. Bie Beiden informierten sich, wie der Preis des Grüntees entsteht und fanden heraus, dass die langen und verzweigten Handelswege, der Grund für den hier erhältlichen Preis verantwortlich sind. Mit den Unternehmensprinzipien der Teekampagne von Prof. Dr. Günter Faltin, starteten sie ihr eigenes Matchaprojekt. Ziel ist es Matcha von sehr guter Qualität zu einem niedrigen und fairen Preis anzubieten. Mit Stolz behaupten die Beiden nun das geschafft zu haben.

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Wie findest du Olivers Beitrag? Hast du noch weitere Fragen? Ich bin mir sicher, das Oliver dir auch bei weiteren Fragen gerne und mit seinem großen Wissensschatz zur Seite steht. Schreib deine Fragen dann einfach in die Kommentare. Ich finde den Beitrag übrigens großartig und auch für mich sind hier sehr gute und interessante Informationen enthalten, die ich vorher noch nicht  über den Grüntee kannte. Aus diesem Grund sage ich an dieser Stelle auch einen ganz herzliches Dankschön für deinen tollen Gastbeitrag, lieber Oliver 🙂

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